Archiv für Januar 2010

Fuck You Very Much

Ursprünglich kommen beide aus Kopenhagen. Jetzt lebt sie in New York und er in London. Der Fotoblog Fuck You Very Much Is The New Thank You ist ihr gemeinsames, visuelles Tagebuch.

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Bilder via Fuck You Very Much

Weder Leicht Noch Schwer

warum israel
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Der heutige Veranstaltungstipp beinhaltet eine Zwickmühle, denn er ist ein klarer Fall von: Das muss jeder selbst entscheiden.

Schon seit längerem tobt im Berliner Kino Babylon in Mitte ein Arbeitskampf. Die dort Arbeitenden fordern eine ordentliche Entlohnung, die Betreiber des Kinos haben weder darauf noch auf die gewerkschaftliche Organisation der Mitarbeiter in der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft FAU Lust. Von der gab es letzte Woche eine offizielle Presseeklärung, in der hieß, die Geschäftsführer des Babylons hätten Ordnungsgelder und Haftstrafen gegen die FAU beantragt.
Wer sich informieren möchte oder die Angestellten des Babylon unterstützen und sei es nur mit einer Unterschrift unter die offizielle Erklärung, der möge das HIER tun.

Trotzdem gibt es heute einen Programmhinweis für das Babylon.

Am Sonntag, den 31. Januar 2010 wird hier Claude Lanzmanns Film Warum Israel / Pourquoi Israel? aufgeführt. Danach wird Eldad Beck ein Gespräch mit dem Filmemacher führen. Das ist nicht nur grundsätzlich eine sehr interessante Veranstaltung, wegen der Verhinderung des Films am 25. Oktober 2009 in Hamburg ist sie außerdem noch wichtig, aktuell und brisant. Andere Filme von Lanzmann, wie zum Beispiel die Shoa-Reihe, kann man noch bis zum 5. Februar 2010 im Babylon anschauen.

So, und jetzt muss jeder selber entscheiden.

Twilight of the Idols


Bild via Artschoolvets

Die halbstündige Online-Doku True Norwegian Black Metal ist nicht mehr ganz neu, aber solange der frostige Winter anhält immer wieder passend und interessant anzuschauen. VBS haben darin den Fotografen Peter Beste auf den Spuren seines Lieblingsthemas begleitet und die Metalszene im norwegischen Bergen näher beleuchtet. Unter anderem begegnet man auch Nattefrost und Mitgliedern der Band Gorgoroth, die er auch für seine gleichnamige Fotostrecke fotografiert hat.

„When we’re on the road, all we watch is VBS, and our favorite series is Norwegian Black Metal.“ (Dave Grohl):

On Fashion and Blogs


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Man kann es ja schon fast nicht mehr hören: Die Printpresse stirbt, das Internet ist die Zukunft, nur leider ist da eben kein Geld zu verdienen.
Diese Klischees wurden am Mittwoch, den 20. Januar 2010 auf der Berliner Fashionweek glücklicherweise nicht aufeinander gehetzt. Gleich zu Beginn des PREMIUM-Symposiums Fashion Blogs – Hype or Future stellte die Moderatorin Mary Scherpe klar, dass man noch lange nicht an das allseits beschworene Magazinsterben glauben muss, wenn man Blogs liebt und lobt.

Der interessanteste Beitrag zur Diskussion kam dann aber nicht aus dem Publikum oder vom Podium bestehend aus Marcus Luft (GALA), Christoph Amend (Zeitmagazin), Sven Schönke (K-MB) und Imran Amed (The Business of Fashion), sondern von der bedeutendsten Modejournalistin der Welt; Suzy Menkes. Mary Scherpe hatte die Herald Tribune-Redakteurin einige Wochen vorher in Paris zum Thema interviewt und für das Symposium einen Einspieler gedreht.

Hier ist das Video:

On Fashionblogs from Mary Scherpe on Vimeo.

Der Pop ist tot, es lebe der Pop.

finnjohannsen
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Allerortens zappelt der Pop. Abschiede werden begangen, mühsame Wiederbelebungsversuche angestrengt, kritische Analysen versucht.
Doch inmitten all der Zauderer, Zweifler und Zwangoptimisten, gibt es eine Interview-Reihe, die tatsächlich Spaß macht. Rewind heißt das Ganze und ist auf der Online-Plattform Sounds Like Me beheimatet. Dort führt der Labelbetreiber, Kulturjournalist und DJ Finn Johannsen Gespräche mit Menschen, oft Musikern, über das eine Lied, den einen Song im Leben. In unregelmäßigen Abständen werden hier schlicht, aber nicht einfach die besten Musikinterviews seit langer Zeit geführt.
So auch diese Woche: Da hat sich Finn Johannsen mit Stefan Goldmann über Devotion von John McLaughlin unterhalten und beweist wieder mal, das Musiker kluge Dinge sagen, wenn man ihnen die richtigen Fragen stellt. Und sich mit den richtigen Leuten unterhält. Das natürlich auch.

Finn im Gespräch mit Stefan Goldmann über “Devotion” von John McLaughlin (1972).