Archiv der Kategorie 'RELEVANZ'

Der Pop ist tot, es lebe der Pop.

finnjohannsen
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Allerortens zappelt der Pop. Abschiede werden begangen, mühsame Wiederbelebungsversuche angestrengt, kritische Analysen versucht.
Doch inmitten all der Zauderer, Zweifler und Zwangoptimisten, gibt es eine Interview-Reihe, die tatsächlich Spaß macht. Rewind heißt das Ganze und ist auf der Online-Plattform Sounds Like Me beheimatet. Dort führt der Labelbetreiber, Kulturjournalist und DJ Finn Johannsen Gespräche mit Menschen, oft Musikern, über das eine Lied, den einen Song im Leben. In unregelmäßigen Abständen werden hier schlicht, aber nicht einfach die besten Musikinterviews seit langer Zeit geführt.
So auch diese Woche: Da hat sich Finn Johannsen mit Stefan Goldmann über Devotion von John McLaughlin unterhalten und beweist wieder mal, das Musiker kluge Dinge sagen, wenn man ihnen die richtigen Fragen stellt. Und sich mit den richtigen Leuten unterhält. Das natürlich auch.

Finn im Gespräch mit Stefan Goldmann über “Devotion” von John McLaughlin (1972).

The Things That Dreams Are Made Of

Johannes in Japan.

Hass im Theater

Mit seinem realistisch-heftigen Film La Haine veränderte der damals 28-jährige Regisseur Mathieu Kassovitz die Sichtweisen des französischen Kinos, aber auch den Blickwinkel auf soziale Misstände und ihre vermeintlichen Opfer, die Migranten in den Banlieus.
Jetzt haben Branka Prlić und Tamer Yiğit den Film für die Bühne adaptiert und verlegen in Hass Paris einfach nach Kreuzberg. Da ist es nur passend, dass die Aufführung auch im Herzen des Berliner Stadtteils stattfindet und zwar im HAU 2. Nach den eigenen Worten der Regisseure wird sich in dem Stück auch alles um Hass drehen: „Wir sind gegen Gewalt, doch es juckt unter der Kruste aus Hass, Wut und Trauer.“
Premiere war bereits am 6. Januar 2010, aufgeführt wird das Stück noch heute und vom 11. bis 13. Januar 2009. Jeweils um 20 Uhr.

SONNTAG: Es darf keine antisemitische Filmzensur in Hamburg geben!

Was sich am Sonntag den 25.10.2009 zwischen 14 und 16 Uhr in der Hamburger Brigittenstraße ereignete, ist schier unfassbar. Das dort ansässige Kino B-Movie wollte in Kooperation mit einer linken Initiative den Film »Warum Israel« von Claude Lanzmann vorführen. Dies hat eine Gruppe von Antiimperialisten und Israelhassern aus dem, im Vorderhaus des Kinos gelegenen, »Internationalistischen Zentrums B5« mit Drohung, Beleidigung und Gewaltanwendung verhindert. (mehr…)

Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!

Am Sonntag, den 25.10.2009, verhinderten Antisemitinnen und Antisemiten gewaltsam eine vom Hamburger Programmkino b-movie und der Gruppe Kritikmaximierung geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel«. (mehr…)